Montag, 30. April 2012

Enya - 30-04-2012 - Du bist die


Kein Drama, kein Heulen, keine Verzweiflung.

Sie hat mich erwartet, ein Outfit von dem sie mir schon einmal vorgeschwärmt hat. Beinahe, beinahe hätte ich mir das genommen was sie mir angeboten hat. Beinahe hätte ich mir ihren Körper genommen, ihre und meine Lust genossen. Beinahe wäre mir meine Ekstase wichtiger gewesen.

Dann waren wir beide nackt, schutzlos, ohne Fassade, kein  Versteck.

„Enya, ich liebe Dich“ „…?... Wie? Liebe wie … verliebt sein..?“ „Ja, Liebe wie verliebt sein und es ist mir sehr wichtig, dass Du es weißt.“


Vor einem dreiviertel Jahr treffen sich zwei Menschen, ein Mann und eine Frau. Sie haben Sex miteinander. Der Mann erlebt eine Lust, eine Leidenschaft wieder die er verloren glaubte. Da war aber noch etwas, da war Vertrautheit ein Gefühl… - „kein Wunder nach so einem guten Sex“ denkt er sich in den nächsten Tagen.
Es folgen entspannte, schöne Tage im Kreis der Familie – Urlaub, Seele baumeln lassen, vergessen was in den letzten Tagen und Wochen war.

Doch, da ist dieses Gefühl, irgendwas fehlt, er versucht in den freien, unbeobachteten Momenten das Netzt zu nutzen um mehr über sie zu erfahren. Er versucht herauszufinden ob dies nicht ein Traum war.
Kaum ist diese Zeit vorbei – Kontakt. Sie ist real, ja er trifft sie wieder.

Lachen über seine Sehnsucht, seine Sorge „Ich werde nicht weg sein, keine Sorge“. Lachen über die Lust, die Welt. Sie lachen gemeinsam, nicht sie über ihn, nicht er über sie.

Lust, Leidenschaft, Leben, Lachen …

Zwei Tage vor Weihnachten, ich habe nie davon geschrieben, erzählt sie mir wie sie hinter dem Deckmantel heißt, beginnt mich an ihrem wahren Leben teilhaben zu lassen. Erzählungen, nur(?), Erzählungen die Gewissheit brachten in meine Gefühle – und dann noch dieses geheime, intime Geschenk.
Der erste Kuss 2012 war für sie.

Erlebnisse über Erlebnisse, immer kürzer habe ich versucht die Abstände unserer süßen geheimen Treffen zu legen.

Lust, Leidenschaft, Leben, Lachen …

Ich wollte nicht, ich werde nicht Enya dafür verantwortlich machen was ich entschieden habe, was ich mit meinem Leben anstelle.
Genau jetzt bin ich glücklich, ich bin glücklich, dass ich mein Leben nicht von ihr abhängig gemacht habe.

Genau jetzt weiß ich, dass ich sie gerne weiter teilhaben lasse an mir, an meinem Leben.

Wir sitzen, liegen – nackt, schutzlos – Körper, Geist. Ich habe Dich überrascht. Habe getan was keiner getan hat, war und bin was bisher keiner war. Ich bin mir sicher, dass ich darauf nicht verzichte, auch wenn Du viel mehr nicht kannst.

Ich habe heute nicht im Lotto gewonnen, der Glückspfennig der mir vor die Füße gerollt ist, den ich gefunden habe, der hat mich zu einem reichen Mann gemacht.

Enya – ich will die Freundschaft, die Du mir anbietest, gerne mehr, aber sicher nicht weniger.
DU BIST DIE
Und wenn du einfach mit mir lebst
Meine Fehler übersiehst
Mir ab und an mal was erzählst
Und nicht alles an mir mitliebst
Dann nehme ich dich in die Pflicht
Lass dich immer wieder los
Leih dir mein Herz, leih dir mein Ohr
Und schenk dir meinen Trost
 
Ich wär so gern dein Zufluchtsort
Die Mitte von deinem Schiff
Dein tadelloses Himmelblau
Und alles, was du vermisst
Verpass deinem Traum den letzten Schliff
Versprechen kann ich nichts
Erfüll dir jeden zweiten Wunsch
Und lass dich wie du bist
 
Du bist die, die mich atmet, die mich fliegt
Die mich rührt und die mich stählt
Du bist die, die mich findet, mich verliebt
Wenn du’s bist, bist du alles das, was zählt
 
Und wenn die Sehnsucht dich verlässt
Und es wird flach in deinem Bauch
Und geht die Hoffnung auch zuletzt
Und die Gefühle sinken auch
Dann gib mir ein kurzes Signal
Und sag, es ist vorbei
Dann halt ich dich ein letztes Mal
Und geb dich wieder frei
 
Du bist die, die mich atmet, die mich fliegt
Die mich rührt und die mich stählt
Du bist die, die mich findet, mich verliebt
Wenn du willst, bist du alles das, was zählt
 
Und wenn wir treu sind nur uns selbst
Und wenn wir streiten nur im Licht
Und wenn der Wind nicht richtig trägt
Verlasse ich mich fest auf Dich
 
Ich will, dass Du mein Sehnen stillst
Dass du mit mir alle Strecken schwimmst
Was auch der Morgen für uns will
Es wird erstmal mit uns abgestimmt
Du bist die, die mich spiegelt, die mich liest
Die mich fühlt und die mich hält
Du bist die, die mich erdet, die mich zieht
Wenn du willst, bist du alles das, was zählt
 
Du bist die, die mich anfängt, die mich schiebt
Die mich begreift und die mich fasst
Du bist die, die mich ordnet, die mich denkt
Wenn du’s bist, bist du es, weil es passt
Wenn du willst, bist du alles, weil es passt
Herbert Grönemeyer, 2007





Kommentare:

  1. "ich will die Freundschaft, die Du mir anbietest, gerne mehr, aber sicher nicht weniger" ... das könnten meine Worte sein. morgenrot

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    1. Liebe Morgenrot
      Es ist mir schon aufgefallen, dass es einige Menschen gibt, die eine Wellenlänge haben. Die Themen sind nicht (immer) gleich, aber die Art zu schreiben, zu beschreiben - Verwandte im Geist

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