Dienstag, 11. Dezember 2012

Dezember 2012 - die Indianerin


Samstag 12:52 Uhr

„So….jetzt gibts kein zurück mehr… ich sitze im Zug :)“

Ich war grade damit beschäftigt letzte Vorbereitungen zu treffen, dass wir auch einen gemütlichen Abend erleben können und nicht von Staubmäusen aufgefressen werden.

Mein Herz hüpfte etwas, schlug etwas schneller. Die „Indianerin“ war unterwegs, jetzt würden wir uns nicht nur vom Telefon und unseren Mails kennenlernen. Wir würden uns gegenüber stehen, und feststellen ob wir uns auch wirklich riechen können.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Olivenöl - Dezember 2012


Als ich nach etwa 90 Minuten dösen am Sonntagmorgen aufgewacht bin war es hell. Das Deckenlicht brannte noch immer und in meinem Arm lag Erdbeertal. Noch schien sie zu schlafen.

Ich dachte an die vergangene Nacht, versuchte meine Gedanken zu ordnen, die stichwortartig durch mein Hirn flitzten.

Angefangen hat es mit einem Mönch der stoisch neben einer alten Ritterrüstung stand und Ausschau nach Erdbeertal und ihren Freunden hielt.

Mittwoch, 21. November 2012

November 2012 - blinde Enya


Endlich mal wieder Enya. Wir haben mittlerweile täglich Kontakt. Schreiben uns, telefonieren. Unsere Treffen sind nach wie vor rar. Wenn wir uns sehen, erleben wir uns jedes Mal in einer unglaublichen Intensität. Es ist so viel Vertrauen zwischen uns.

Gleich zu Beginn unseres Treffens ist das Knistern zwischen uns, spüren wir diese Spannung die keinen Aufschub zulässt. Ich habe sie im Arm, küsse, streichle, atme diese Frau. Dann windet sie sich mit einem lustvollen Lächeln aus meiner Umklammerung.

„Dreh Dich um“

Mittwoch, 14. November 2012

Montag, 12. November 2012

Erdbeertals Twisterspiel – November 2012


Wir wollten uns kennenlernen. Sie hatte vor einigen Tagen von ihrer Fantasie mit diesem Spiel geschrieben. Ein Kommentar folgte dem nächsten, mit E-Mail’s haben wir uns darüber verständigt was wir vorhaben. Es ging nur noch darum ob wir die virtuelle Sympathie auch in der Realität empfinden. So haben wir uns verabredet, einfach so, was essen, trinken, reden, vielleicht ein bisschen flirten.

Also mache ich mich auf in die Stadt. Es regnet, nein es schüttet wie aus Kübeln. Wenig Zeit zum Nachdenken die Fahrt über die Autobahn ist anstrengend, erfordert die ganze Konzentration – schön, wenigstens kann so keine Nervosität aufkommen.

Donnerstag, 8. November 2012

Bisex wird verboten

 
Ich musste grad herzhaft lachen – anscheinend hat der europäische Gerichtshof Bisex verboten oder wie darf ich die Erklärung einer großen Versicherung interpretieren.
Ich glaub ich muss mal nachsehen ob die auch mit ihren Vertretern Sex hatten und wenn ja ob da Bisex erlaubt war!
Noch einen humorvollen Tag!

Samstag, 3. November 2012

November 2012 - Jana


Drogerie, irgend so’n Gaul im Logo. Kasse, meine Vorräte an Gummitütchen auffüllen, noch so ein zwei andere Hygieneartikel auf dem Band.

Die Kassiererin scannt Artikel für Artikel ab, grinst mir frech ins Gesicht, ich grinse zurück.

„Hallo Herr Chef!“ Ich drehe mich um, da steht doch glatt Frau Jana Grau, arbeitet bei mir in der Firma, gelegentlich hatte ich schon mit ihr zu tun, sie ist aber nicht in meinem unmittelbaren Bereich angestellt. „Hallo Frau Grau.“ „Hab’n Sie noch was vor?“ „Wieso fragen Sie?“ Während der Unterhaltung bezahle ich und packe alles in eine kleine Tüte „Naja, Sie haben ja nicht gerade Zahnpasta gekauft.“ Frech grinst Sie mir ins Gesicht, die Kassiererin grinst auch noch eine Spur frecher als vorher. Da von den anderen Kunden des Ladens keiner Richtung Kasse kommt, muss ich da jetzt durch. Eine Mitarbeiterin unseres Haifischbeckens von Firma, Mitte zwanzig, immer wieder mal frech. Eine Kassiererin der die Neugier aus den Augen springt.

Samstag, 27. Oktober 2012

Kamasutra


Es gibt Tage da bin ich so richtig spitz, fühle mich untervögelt, dann komm ich auf die aberwitzigsten Ideen…

Februar 1990 – Unut, Denis


Was Enya geschafft hat – sie hat mir Leidenschaft zurückgebracht, ich erlebe wieder gerne Sex, empfinde Lust und erinnere mich an die schönsten Erlebnisse auch an die längst Vergangenen. Ich habe das schon mal geschrieben, erklärt. Alle Beschreibungen beruhen auf realen Erlebnissen, die Zeit hat in meiner Erinnerung vielleicht das eine oder andere verblassen lassen oder auch verstärkt, Dialoge die ich beschreibe sind keine „Wortprotokolle“ darum geht es auch nicht.

Was jetzt bei Enya passiert ist, erinnert mich an meine Zeit mit Unut. Wir hatten eine wunderbare gemeinsame Zeit, haben vieles miteinander unternommen waren aber nie ein Paar. Das ist nicht immer ganz leicht (gewesen), sind Emotionen doch nicht steuerbar und vor allem in Zeiten in denen noch andere intensive Einflüsse oder/und viel Stress mich beeinflussen, gehen dann die „Gäule“ mit mir durch. Mit der nachfolgenden Erzählung hat dies nur insofern zu tun, als nach dem „Reset“ mit Enya die Libido wieder die Oberhand gewinnt, ich wieder bereit für neue Erlebnisse bin und mich gerne an die „alte, wilde Zeit“ erinnere.

Was ich jetzt erzähle passierte irgendwann zwischen Januar und Februar 1990. Yoko war mit Ihrer Mutter auf Städtereise und ich hatte somit viel Zeit, sturmfreie Bude und Lust. Unut tauchte immer wieder in meinem Leben auf, wir liebten unsere Abenteuer, unseren Sex. Also war für mich die knappe Woche als Strohwitwer die passende Gelegenheit sie zu treffen. Wir verabredeten uns für den späten Nachmittag in einem kleinen Café in der Nachbarstadt. Lange vor der vereinbarten Zeit machte ich mich auf den Weg um nur ja rechtzeitig da zu sein. Dann kam alles ganz anders. Auf der Landstraße stand auf einmal ein grün-weißer Partybus. Die Besatzung hatte nichts Besseres zu tun als ausgerechnet mich anzuhalten, naja viel los war nicht, wahrscheinlich war denen langweilig. Diese Kontrolle dauerte aber fast 45min, kostete mich 10 Mark weil der Verbandskasten gefehlt hat und - mein Date.

Handy war ja noch nicht. Unut hatte eine halbe Stunde gewartet und war dann kurz bevor ich ankam reichlich sauer gegangen, so erzählte es mir die Bedienung. Ich rannte nach draußen, kurz überlegte ich wohin sie wohl gegangen war, da hörte ich die Gitarre – dort war sie, sicher. Im Eingangsportal einer Kirche stand der einsame, frierende Straßenmusiker und schrubbte auf einer alten Gitarre Stücke von Bob Marley, the Cure und Joan Baez. Ein Gemisch das eigentlich furchtbar klang, aber genau hier, ich wusste es, stand Unut. Sie blitze mich an, wütend kam sie auf mich zu. Jedes Mal wenn sie so drauf war, musste ich grinsen. Eigentlich sollte ich das immer tun, zu spät kommen. Unuts Wut führte, wenn man wusste wie man diese Explosion kanalisiert, zu unglaublichen Eruptionen ihrer Leidenschaft. Unser erster Sex war vor einigen Jahren genau aus dieser Wut entstanden.

Dann stand sie vor mir, Funken stoben aus ihren Augen, eine kurze Bewegung, ihre Hand schnellte vor…

Freitag, 28. September 2012

Sexy oder Selbstmitleid?

Habe mich hier ziemlich rar gemacht - Leidenschaft, Lust, Gier und Ekstase habe ich verdrängt, aufbewahrt für den großen Abend, die Nacht der Nächte.
Dafür habe ich aus alle Rohren mit meinen Emotionen geschossen, habe Enya zugepflastert mit meiner Liebe, konnte nicht mehr schlafen weil ich frustriert, traurig und enttäuscht war. Habe Liebeslieder gepostet, Wolkenkuckucksheime bei 64er gebaut - regelrechte Paläste aus meinen Sehnsüchten.
Heute morgen hab ich beim Frühstück gesehen, dass in eine meiner liebsten Bloggerladys endlich wieder was geschrieben hat. Mich drauf gestürzt, "Mit Eifer suchen was Leiden schafft...."  gelesen. Dabei ist mir fast die Tasse aus der Hand gefallen, habe für mich gedacht "so was ähnliches hast du grad eben an Enya geschrieben".

Eine Stunde später war zwischen uns Klarheit. Enya hat mir sehr klar zu verstehen gegeben, was ich mit meiner Hoffnung und dem Druck erreiche. Dieses Mal habe ich ihr wirklich zugehört, nicht nach Zwischentönen gesucht. Dieses Mal habe ich etwas verstanden.
Wir können weiterhin leidenschaftlichen Sex haben, können Lust gemeinsam erleben, können mehr nicht. 

Ich fühle mich erleichtert, wenn ich an sie denke, dann immer noch mit Prickeln im Bauch, (wieder) mit einem Lächeln im Gesicht, endlich ohne die Angst D I E große Gelegenheit zu verpassen.
Ein Wiedersehen ist geplant, keine Wiedersehen der Liebesschwüre, ein Wiedersehen ohne Plan.

Ach ja;
eine gute Freundin hat mir heute abend gesagt, ich soll jetzt endlich wieder wildern gehn...