Freitag, 2. März 2012

Miryam – Sommer 1999

Abitreffen – ich bin seit langem wieder in der Stadt meiner Jugend. Heimat ist aktuell ein Fremdwort. Lange schon lebe ich nicht mehr hier, die Zeit in meiner aktuellen Umgebung läuft ab, ich werde vom Süden in den Westen ziehen, beruflich.
Da kommt diese Einladung. 15 Jahre – Wahnsinn, so lange soll das her sein. Erinnerungen werden wach, an Freunde, Kameraden, Lehrer, Liebschaften, an Miryam. Ich freue mich auf den Tag diese Menschen alle wieder zu treffen – dieses Mädchen. Mir wird bewusst, aus mir ist ein Mann, aus ihr eine Frau geworden.

Sonntag, 19. Februar 2012

Enya – Februar 2012

Montagabend, die Woche fängt gut an. Ich bin auf dem Weg zu Enya. Wir haben im Lauf des Tages noch einmal SMS getauscht, es klappt wir können uns sehen. Der Schnee ist im Laufe des Tages auch im Rheinland gefallen, jetzt am Abend ist es zwar kalt, die Straßen sind aber frei – in meinen Gedanken habe ich ein großes Lob für die Jungs von der Straßenmeisterei – ihr verhelft mir zu einem lange herbeigesehnten Abend.
Da ist sie, wieder dieses Knistern, ich sehe sie noch nicht aber ich kann ihre Gegenwart fühlen. Gänsehaut, aufgestellte Nackenhärchen sind die Vorboten, dann sie, leibhaftig, real, echt. Enya lacht, lacht mich an, flüstert mir ins Ohr wie sehr sie diesen Moment herbeigesehnt hat. Wir küssen uns, nein, wir fressen uns gegenseitig fast auf – Leidenschaft.

Dienstag, 7. Februar 2012

Februar 2012 - Sehnsucht nach Enya

Enya hat sich gemeldet! Da ist plötzlich diese SMS. Wir können uns treffen, alles klappt.
Diese Nacht habe ich von ihr geträumt. Ich träume mich in diese Frau, träume davon mehr von ihr zu erfahren, in ihre Welt mitgenommen zu werden. Jedes Mal ein kleines Stück mehr, das wünsche ich mir. Jeder kann dabei zu jeder Zeit das Stop-Signal geben.
Ich träume auch von unserer Leidenschaft, davon wie sie mit ihrer Präsenz jeden Raum ausfüllt, wie ihr Lachen ansteckt.
Wir sind verabredet – nach 5 langen Wochen kann ich sie endlich wieder sehen, riechen, spüren, schmecken, ihr zuhören!

Montag, 6. Februar 2012

Herbst 1988 - Unut

Irgendwann hatte ich den ersten Bi-Porno gesehen. Ich fand das Zusammenspiel zwischen Frauen, zwischen Männern und zwischen den Geschlechtern erregend. Mich interessierte wie es ist gefickt zu werden, wie sich ein anderer Schwanz anfühlt, in der Hand und im Mund.
Zufällig las ich in irgendeiner Zeitschrift, dass die Stimulierung der Prostata lustfördernd sei. Da ich experimentierfreudig bin, habe ich es mit einem Finger versucht, fand aber, dass so ein Finger nicht grade ausfüllt.  Ich fasste den Entschluss mir ein Hilfsmittel zu suchen. Nach kurzer Überlegung fasste ich den Entschluss bei nächster Gelegenheit in einem Sexshop einen Dildo zu kaufen.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Februar 2012 – Exkurs

Mein zweiter, dieser Blog hat dazu geführt, dass ich mich auf die Suche nach anderen Autoren, nach anderen Blogs gemacht habe, die sich mit ihrer Erotik, ihrer Leidenschaft beschäftigen. Ich bin dabei recht schnell fündig geworden. Neben allerlei Eigenartigem habe ich dabei Menschen gefunden deren Geschichte mich fesselt. 
Warum schreiben Menschen über ihrer intimsten Erlebnisse, ihre Fantasien, ihre Leidenschaften und ihre Ängste in einem öffentlichen Raum?
Ich habe mehrere Motive für meine Blogs.
Ich konnte mich mit meiner Verliebtheit beschäftigen, meine Liebe hatte mich ermutigt mich mit mir zu beschäftigen, Gedanken aufzuschreiben festzuhalten. Ihren Vorschlag dies in einer anonymen Mailadresse sozusagen als Entwurf zu schreiben erschien mir sinnlos, also habe ich meinen ersten Blog geschrieben. Ich habe meiner Liebe davon erzählt, ihr die Adresse gegeben. Sie kann also teilhaben wenn sie will. Ich wurde nicht zum Stalker, habe aber auch nichts in mich hineingefressen. Unsere Freundschaft ist, vielleicht genau deshalb, gestärkt und für uns beide wichtiger geworden als sie es zuvor war.
Nachdem mir Enya begegnet ist und ich meine längst verloren geglaubte Leidenschaft, meine Libido wieder entdeckt habe war es für mich der folgerichtige Schluss mich wieder mit dem auseinander zu setzen was mit und in mir passiert. Ich hatte die Macht der Worte, meiner Worte, ja erlebt. Es ist mir wichtig beides nicht zu vermischen, deshalb habe ich mich dazu entschlossen hier noch einmal anzufangen.
Beides bin ich – deshalb habe ich auch an beiden Stellen einen Hinweis hinterlassen.
Vor einiger Zeit habe ich eine Buchreihe über die Macht der Worte gelesen. Auf die Geschichte, wurde ich aufmerksam, weil dieses als Kinderbuch geschriebene Märchen so viel Philosophie in sich trägt. Was passiert wenn man auf einmal in eine Geschichte hineinfällt, was passiert wenn die Figuren der Geschichte aus dieser herausfallen, real werden? Nicht mehr nur Leser sondern Teil der Geschichte, nicht mehr nur Figur, sondern Fleisch und Blut. Wie intensiv möchte man teilhaben, wie viel Distanz möchte man behalten?
Ich habe mich getraut aus meiner Geschichte herauszufallen – es ist bisher nur ein kleiner Blick in eine andere Realität geworden, dabei kann es bleiben auch hier gilt für mich „nichts muss, vieles kann“. Ich weiß um das Risiko, ich habe die Liebe, den Mut zum Risiko wieder entdeckt.
Das ist Leidenschaft!
 Ich liebe Tintenherz, ich bin Mo, bin Staubfinger oder Capricorn – vielleicht bin ich aber auch Fenoglio.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tintenwelt-Trilogie

„Die Figuren sie leben, sind Teil Deiner Welt und das was Du liest in jedem Buch wird in Dir neu erzählt“

Freitag, 27. Januar 2012

Sommer 1981 - Miryam

Es war in meiner Erinnerung ein sehr heißer Sommer. Miryam war eine Klassenkameradin. Sie war nicht der Schwarm der Jungs. Von Brüsten war nichts zu sehen, obwohl alle anderen Mädchen mehr oder weniger deutlich mit Oberweite ausgestattet waren. Sie hatte aber phänomenale Lippen. Heute würde man ihr vorwerfen nachzuhelfen. Sie war sehr schlank, groß und hatte kinnlange, hellbraune Haare. Sie gehörte nicht zu den Wortführern, war aber in der Klassenclique ganz gut dabei. Sie faszinierte mich, ohne dass ich genau wusste wie und warum.
In diesem Sommer sind wir häufig nach der Nachmittagsschule in der Stadt als Clique noch im Eiscafe gewesen und haben unsere Jugend gefeiert. Nur zwei von uns Jungs hatten einen motorisierten fahrbaren Untersatz – ich war Einer davon. Je später es wurde desto heftiger wurde natürlich mit uns Fahrern geflirtet, versprach das dann doch eine Heimfahrt auf einem Moped.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Gedanken zu dem was kommt

Welches Leben werde ich in der Zukunft führen?
Diese Frage stelle ich mir immer wieder aufs Neue – nicht erst seit ich Enya kennengelernt habe, und unabhängig davon wie sich das Verhältnis zwischen Enya und mir entwickelt.
Seit Anfang 2010 beschäftigt mich, wie die „zweite Hälfte“ werden soll.
Darüber und über meine Beziehung, meine Ehe habe ich einiges geschrieben. Wer sich dafür interessiert, kann hier nachlesen.
http://1964er.wordpress.com/
„Volllust“ beschäftigt sich hauptsächlich mit meiner Libido die ich in diesem Zusammenhang wieder gefunden habe. Wahrscheinlich werde ich auch den einen oder anderen (Tag)traum posten, es soll aber immer die Geschichtenform bleiben.
Enya, die aktuell die Hauptfigur in den Geschichten darstellt, ist eine reale Frau. Enya spielt für mich eine sehr sehr wichtige Rolle. Ich habe aber nicht vor meine Entscheidungen davon abhängig zu machen was ich mit Enya noch erlebe. Ich erlebe mit ihr eine wunderbare Zeit. Es ist glaube ich normal, dass man immer vertrauter wird, wenn man derart intime Erlebnisse teilt. Es ist legitim auch mehr über den anderen erfahren zu wollen. Wir können beide zu jeder Zeit „stop“ sagen. Dann heißt das ich will nicht mehr oder ich will nicht mehr von mir preisgeben.
Ich schließe nichts aus – strebe nichts an – freue mich an dem was ist!

Dienstag, 10. Januar 2012

Januar 2012 - Enya

Ich fahre auf der Autobahn durch den Hunsrück zurück ins Rheinland. Allein im Auto, es ist dunkel, ich sehe die Lichter der anderen, höre einige Schmachtfetzen von BAP. Dabei träume ich mich zurück nach heute Morgen.
Es hat geklappt – ich konnte Enya treffen. Manches Mal ist man schon wahnsinnig – zuerst treffen wir uns, dann fahre ich ins Rhein-Necker-Gebiet und jetzt zurück.

Montag, 9. Januar 2012

August 2011 - Enya

Im Urlaub musste ich ständig an das Erlebnis mit Enya denken. Ich spürte Schmetterlinge im Bauch, war mir aber nicht sicher, ob ich nach dem Sex, dem Abenteuer verlangte oder ob ich die Frau vermisste. Neben den beschriebenen körperlichen Freuden haben wir uns bei unserem ersten Treffen auch viel Intimes, Privates anvertraut.
Im August nach unseren jeweiligen Urlaubsreisen versuchten wir wieder in Kontakt miteinander zu kommen. Obwohl wir beide viel freie Zeit hatten, kam im letzten Moment doch immer wieder etwas dazwischen. Es war wie verhext. Aber unsere Hartnäckigkeit wurde doch noch belohnt. Ein eigentlich fast hoffnungsloser Versuch führte zum Treffen.
Dasselbe Café wie beim ersten Mal – wieder stand Sie plötzlich wie aus dem Boden gewachsen da. Wieder sah sie einfach hinreisend aus. „Ich freue mich!“ Kann es eine schönere Begrüßung geben, vor allem dann wenn ein Kuss folgt, der so intensiv ist, dass er direkt einmal durch den Körper schießt und dort ankommt, wo man(n) am Erregbarsten ist.

Sonntag, 1. Januar 2012

Silvester 2011

Silvester ohne Enya. Ich habe eine Verbindung zu ihr gespürt. Ich hatte dieses Gefühl im Bauch, dass wir uns fern und doch ganz nah sind.
Der erste Kuss des neuen Jahres – versteckt in meinen Arm – er war für Enya reserviert.
Ich schaute den Raketen, den Lichteffekten zu und dachte an sie. Ich wünsche ihr ein spannendes Jahr 2012. Ich wünsche mir ein Jahr mit vielen Erlebnissen mit ihr.
Was wird dieses Jahr bringen. Gibt es am Ende von 2012 noch meine Familie, gibt es am Ende von 2012 noch Erlebnisse mit Enya und mir.
Welche Zukunft wird es geben?